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		<title>Bualem Sansal: Algerier zwischen Deutschen</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 12:52:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der algerische Schriftsteller Bualem Sansal war am letzten Donnerstag (19.01.2012) auf Einladung des &#8220;Instut Français&#8221; in der neuen Stadtbibliothek am Mailänderplatz in Stuttgart. Sansal, Jahrgang 1949, ist ein kleiner Mann, mit langen grauen, zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenen, gepflegten Haaren. &#8220;Informell elegant&#8221; trägt er dunkle Jeans, ein dunkles Hemd mit einer farbigen Kravatte, die dezent das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der algerische Schriftsteller Bualem Sansal war am letzten Donnerstag (19.01.2012) auf Einladung des &#8220;Instut Français&#8221; in der neuen Stadtbibliothek am Mailänderplatz in Stuttgart. Sansal, Jahrgang 1949, ist ein kleiner Mann, mit langen grauen, zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenen, gepflegten Haaren. &#8220;Informell elegant&#8221; trägt er dunkle Jeans, ein dunkles Hemd mit einer farbigen Kravatte, die dezent das Bordeauxrot seines bequem geschnittenen Blazers aufnimmt. Sansal blickt neugierig umher und sucht den Augenkontakt zumindest zu den Personen, die in den vorderen Reihen dieses mittelgroßen Saals im Untergeschoss der Stuttgarter Bibliothek sitzen; er lächelt freundlich dabei.</p>
<p>Begleitet wird der Algerier von der Dolmetscherin Isabel Lienenkämper &#8211; die eine beeindruckende Arbeit leistet &#8211; und der ehemaligen ARD-Korrespondentin für Nordafrika, Susanne Sterzenbach, die den Abend moderiert.</p>
<p>Die Veranstaltung ist ausverkauft. &#8216;Dass doch so viele Menschen kommen um einen algerischen Schriftsteller zu sehen, hätte ich nicht gedacht&#8217;, sagt eine ältere Dame draußen im Foyer. Hier, vor dem Eingang zum Max-Bense-Forum der Stadtbibliothek, steht ein Tisch mit einer ganzen Reihe von Büchern des auf französisch publizierenden Schriftstellers, dessen erstes literarisches Werk er schreibt als er bereits 50 ist.<br />
&#8216;Wo denn die ganzen Geschichten vorher waren und was er mit seiner Wortgewandtheit bis dahin gemacht hat&#8217;, lautet dann auch die erste Frage der Moderatorin. Sansal schmunzelt und antwortet fast etwas schüchtern, dass &#8216;er schon eine Art Vulkan sei, der eben etwas Zeit benötigte, um auszubrechen&#8217;. Ansehen tut man dem trotz seines Alters noch irgendwie jugendlich wirkenden Bualem Sansal das Vulkanische ganz und gar nicht. Dazu muss man wohl seine Werke lesen. Zu ihnen gehört auch das Buch, das im Zentrum des heutigen Abends steht: &#8220;Das Dorf des Deutschen&#8221;, erschienen 2009 im norddeutschen Merlin-Verlag. </p>
<p>&#8220;Das Dorf des Deutschen&#8221; erzählt in Form von fiktiven Tagebucheintragungen der in Frankreich aufwachsenden Brüder Rachel und Malrich Schiller die Geschichte ihres Vaters, einem zum Islam konvertierten deutschen Nazi, der in einem kleinen Dorf in Algerien mit einer Einheimischen verheiratet ist. Die Eltern fallen einem islamistischen Attentat zum Opfer. Als Rachel den Nachlass seines Vaters durchsieht, wird er brutal mit dessen Nazi-Vergangenheit konfrontiert.</p>
<p>Neben der sprachlichen Stärke ist es vor allem die geschilderte Analogie von Nazismus und Islamismus, durch die das Buch in Frankreich und Deutschland Aufsehen erregt; in Algerien war es von Anfang an verboten.</p>
<p>Bualem Sansal erzählt, dass es 3 Jahre gedauert habe, bis er das Buch fertig hatte. Dieser im eigentlichen Sinn schriftstellerischen Arbeit, so Sansal, ging aber eine 30 Jahre dauernde Phase voraus, die er als &#8220;Lektüre&#8221; beschreibt und während der er sich intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg und der Shoa auseinandergesetzt habe. Er sei zu einem Spezialisten auf diesem Gebiet geworden weil er nicht verstanden habe, warum die Deutschen die europäischen Juden so behandelten. Häufig habe er sich bei der Beschäftigung mit diesem Thema sehr alleine gefühlt, weil der durch Deutsche organisierte Massenmord an den europäischen Juden in der arabischen Welt überhaupt kein Thema sei oder sogar als Erfindung der Juden betrachtet werde.<br />
Der umittelbare Anlass für das Buch ergab sich dann fast zufällig, als Bualem Sansal während einer beruflich motivierten Reise in einem kleinen Dorf in der algerischen Wüste &#8211; Sansal war vor seiner schriftstellerischen Tätigkeit ein hoher algerischer Beamter &#8211; Bekanntschaft mit einem Deutschen machte, der &#8216;zum Islam konvertiert und mit einer Algerierin verheiratet war&#8217;.</p>
<p>Direkte autobiographische Bezüge spielen in &#8220;Das Dorf des Deutschen&#8221; eine vernachlässigungswerte Rolle; indirekt gibt es aber drei &#8220;Phänomene&#8221;, denen der Autor mit seinem Buch eine Form geben wollte: zum einen die Judenvernichtung und der Nazismus, dann der Islamismus und dessen faschistisches Potenzial und schließlich die diesen beiden &#8220;Phänomenen&#8221; dienende Unwissenheit.</p>
<p>Es ist Malrich, der kleine Bruder, der in seinem Tagebuch wohl auch deshalb den von Islamisten sozial, kulturell und politisch dominierten Pariser Vorort, in dem er und seine Freunde leben, mit einem Konzentrationslager der Nazis gleichsetzt: Die Lage in den letzten Monaten hat sich &#8220;fürchterlich verschlechtert. &#8230;(Die Cité) ist bereits ein Konzentrationslager, das ist auf bestem Weg, man stirbt auf kleiner Flamme, man verbarrikadiert sich, man ist erfasst, überwacht, stets und ständig an die Lagerordnung gemahnt, der Anzug, die Länge der Barthaare, die erlaubten Gesten, die Sachen, die man nicht tun soll, die täglichen Versammlungen, die freitägliche Generalmobilisierung, das Faustrecht der Predigt, die Prozesse und die öffentlichen Bußen, und um zum Ende zu kommen, ist man für die Todeskommandos zur Abfahrt in die afghanischen Lager gemustert. Es fehlen nur die Gaskammern und die Öfen, um zur Massenvernichtung überzugehen. &#8230;&#8221;</p>
<p>Als das Mitte der 2000er-Jahre geschriebene Buch 2008 in Frankreich erscheint, waren die Ende 2010/Anfang 2011 in Tunesien beginnenden Unruhen in der arabischen Welt nicht einmal zu erahnen. Sansal, der im vergangenen Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, ist ein kritischer Beobachter der Ereignisse in Nordafrika. Seine Zuversicht angesichts des Mutes, der Kraft und der Heiterkeit der rebellierenden Menschen sei heute, vor allem wegen der Zunahme des Einflusses der Islamisten, einer pessimistischeren Einschätzung gewichen. </p>
<p>Angesprochen auf seine islamistenkritische Haltung und deren daraus sich ergebende persönliche Konsequenzen, wehrt Bualem Sansal beinahe ab. Die Frage ist ihm nicht willkommen. Er lebe weiterhin in Algerien, so sagt er. Das sei zwar nicht ungefährlich, aber zustoßen könnte ihm überall etwas. Er versuche sich der Angst nicht zu sehr auszusetzen, denn wenn sie sich in seinem Kopf festsetzt, behindere ihn das sehr. Er wolle sich der seit Jahrzehnten stattfindenden Auswanderung algerischer Intelektueller nicht anschließen, denn man dürfe das Volk grade jetzt nicht alleine lassen. Wenn das Volk sich entwickeln soll, dann komme es ohne Intellektuelle nicht weiter.</p>
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		<title>Small World von Bernard Chiche</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 17:01:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Simone (Alexandra Maria Lara) ist kaum mit dem Sohn der Familie, Philippe (Yannick Renier) verheiratet, da betrügt dieser sie schon mit einer anderen. Thomas (Niels Arestrup), Vater von Philippe, trinkt regelmäßig zu viel und spielt Golf. Elisabeth (Nathalie Baye), Thomas Ex-Frau und Mutter von Philippe, ist aus Boston angereist, wo ihr eine gut laufende Fabrik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simone (Alexandra Maria Lara) ist kaum mit dem Sohn der Familie, Philippe (Yannick Renier) verheiratet, da betrügt dieser sie schon mit einer anderen. Thomas (Niels Arestrup), Vater von Philippe, trinkt regelmäßig zu viel und spielt Golf. Elisabeth (Nathalie Baye), Thomas Ex-Frau und Mutter von Philippe, ist aus Boston angereist, wo ihr eine gut laufende Fabrik für Damen-Unterwäsche gehört &#8211; wie mehrmals im Film erwähnt wird. Elvira (Francoise Fabian), verwittwete Stiefmutter von Thomas, die bald 80 wird, ist zuckerkrank und das Oberhaupt der Familie; Scholler (Feodor Atkine) ist ihr Diener. Und schließlich, abgesehen von der Köchin, einer Ärztin, den beiden Pflegerinnen, einer Kassiererin, Philippes Geliebten und einer Gruppe indischer Industrieller: der leicht demenzkranke Konrad, die zentrale Person des Films, gespielt von Gėrard Depardieu.<br />
Zugegebenermaßen sind es nicht viele Personen, die in Small World zu sehen sind. Warum diese aber alle zu sehen sind, ist das große Geheimnis dieses durchschnittlichen Films, in dessen Verlauf man sich irgendwann fragt, wozu das ganze? Am Ende ist es ein Monolog von Elvira, der &#8220;alles aufklärt&#8221; &#8211; ein für einen Film etwas dürftiger Schluss. Das Drehbuch von Small World hat der Regisseur Bernard Chiche zusammen mit dem Autor der Romanvorlage, Martin Suter, geschrieben: Elvira sitzt auf dem Rücksitz ihres von Scholler, ihrem Diener, gesteuerten Wagens und erzählt diesem, dass Thomas und Konrad&#8230; aber selbst bei einem durchschnittlichen Film sollte der Kritiker nicht das Ende verraten.<br />
Das Drehbuch ist, wie beschrieben, am Ende also etwas schlicht. Und am Anfang?<br />
Man sieht ein Landhaus. Es ist kalt. Darin ein Mann (Konrad/Gėrard Depardieu). Er will Feuer im Kamin machen. Nachdem er dies mehrmals mit einem Streichholz und den dünneren Zweigen versucht, holt er sich schließlich einen kleinen, roten Kannister Benzin, schüttet den Inhalt über das Holz &#8211; kurz meint man der Brandbeschleuniger würde jetzt eine Explosion auslösen &#8211; und wirft ein Streichholz hinterher. Das Holz im Kamin, vor dem Wäsche zum Trocknen aufgehängt ist, beginnt lichterloh zu brennen. Konrad/Gėrard Depardieu sagt zu sich, nah es geht doch. Er hat frische Rosen besorgt. Als das Holz im Kamin brennt, geht er nach nebenan, ersetzt ältere Rosen in einer Vase durch die neuen &#8211; man hat den Eindruck, dass er dies regelmäßiger für jemanden tut &#8211; und setzt sich dann in einen in der Nähe stehenden Sessel. In einer Parallelmontage sieht man nun Konrad in dem Sessel und das langsam um sich greifende Feuer im Zimmer nebenan: erst fängt die vor dem Kamin hängende Wäsche Feuer, dann die Gardinen, die Bücher, der Plattenspieler. Konrad scheint eingenickt zu sein, als er von dem Rauch geweckt wird. Er öffnet die Tür zum Kaminzimmer. Der Eindruck ist eindeutig: hier ist nichts mehr zu machen. Schnitt!<br />
Später wird im Film gesagt, dass Konrad das Haus wie ein Branstifter angezündet habe, denn das Holz im Kamin habe nicht gebrannt. Weitere Bezüge auf den Brand gibt es im ganzen Film nicht. Es handelt sich hier also nicht um eine Schlüsselszene, die man durch die später zu sehenden Vorgänge versteht. Einen umgekehrten Bezug gibt es aber auch nicht: der Brand macht nichts von dem verständlilch, was später geschieht. Außer vielleicht den Umstand, dass Konrad nun wieder im selben Ort wohnt, wie die anderen auch, wenn auch anfangs nicht auf demselben Anwesen.<br />
Die Szene mit dem Brand ist also mindestens überflüssig. Und wenn auch keiner der Darsteller schlecht spielt, so passt das Prädikat des Überflüssigen auch auf einige der Personen, die im Film zu sehen sind. Diese spielen zwar ihre Rollen im Film durchweg vorzüglich, sie erfüllen aber häufig nicht ihre Rolle in der Geschichte.<br />
Simone/Alexandra Maria Lara als die frisch Vermählte und schon wieder Betrogene, die dann auch noch schwanger ist? Die Damenunterwäschefabrikantin aus Boston, Ex-Frau von Thomas, Mutter des betrügenden Ehemanns Philippe und Geliebte von Konrad? Und der seiner Herrin Elvira ergebene Diener Scholler, der am Ende den Monolog von Elvira, der den Film erklärt, anhören muss, während er das Auto fährt, in dem beide sitzen?<br />
Mit etwas mehr Lust an der Sache, einem guten Regisseur, einem etwas besseren Drehbuch und ausgefeilteren Dialogen hätten Gėrard Depardieu (Konrad), Niels Arestrup (Thomas) und Francoise Fabian vollkommen ausgereicht, um die letztlich nicht einmal sehr originalle Geschcihte zu erzählen. Und man hätte deutlich mehr mit nach Hause genommen, als den etwas faden Nachgeschmack eines durchschnittlichen Films.<br />
Vielleicht noch eine etwas neutralere nachbemerkung zum Titel des films: &#8220;Small World&#8221;, so Wikipedia, bezeichnet eine von Stanley Milgram in den 1960er Jahren aufgestellte Hypothese, nach der jeder Mensch (sozialer Akteur) auf der Welt mit jedem anderen über eine überraschend kurze Kette von Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist.</p>
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		<title>Oba bleiba von Vaclav Reischl</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 20:32:54 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der im Verlauf des Jahres 2010 gedrehte Film stellt eine Person in den Mittelpunkt, von der ich in Zusammenhang mit S21 noch nichts gehört hatte: Edzard Reuter. Im Film erhält Hr. Reuter den Untertitel &#8220;ehemaliger Vorstandvorsitzender von Daimler-Benz&#8221;. Unklar ist, ob diese Titulierung als Ehre oder Warnung zu verstehen ist. Unter Reuter wurde Daimler zu einem der weltgrößten Waffenproduzenten; Daimler-Benz war aber auch Arbeitgeber der letzten drei Vorstandvorsitzenden (Heinz Otto Dürr, Hartmut Mehdorn (DASA), Rüdiger Grube) der Deutschen Bahn. Ist das der Grund?<br />
Die Frage, wenn man denn den Ankündigungen von Regisseur Vaclav Reischl folgen will, stellt sich aber so auch gar nicht. Es seien nämlich nicht die Prominenten, die ihn interessiert haben, sondern die normalen Bürger, von denen im Film aber nur dann etwas zu sehen und zu hören ist, wenn Hannes Rockenbauch, Roland Ostertag, Peter Conradi, Peter Grohmann, Boris Palmer, Brigitte Dahlbender, Walter Sittler, Volker Lösch &#8230;und Bürgermeister Wolfgang Schuster mal nicht zu sehen oder zu hören sind. Den einzigen Prominenten, den der Regisseur nicht zu interessierren schien, ist Gangolf Stocker, der Miraculix (http://de.wikipedia.org/wiki/Miraculix#Miraculix) der Bewegung.<br />
Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft noch weiter in einem anderen Zusammenhang auseinander. In einem Interview für das Freie Radio für Stuttgart spricht Reischl davon, dass er seine Filme ohne zusätzlichen Kommentar versieht, weil er &#8220;den Bildern vertraut&#8221;. Abgesehen davon, dass in &#8220;Oba bleiba&#8221; auch ohne Kommentar ständig geredet wird, habe ich selten einen Film gesehen, der so unsensibel mit Bildern umgegangen ist.<br />
Vaclav Reischl hat keine Hemmungen in einer Szene gleichzeitig Bilder aus sieben oder acht verschiedenen Quellen zu zeigen. Da ragt von unten rechts ein Laptop ins Bild. Auf dem Laptop ein Bild des redenden Bürgermeiters Schuster, den Reischl vor eine im Hintergrund ablaufende Demo montiert. Das Hauptbild, in das der Laptop ragt, zeigt wiederum den &#8220;umkämpften&#8221; Schlosspark, in den ein Bildchen von Walter Sittler montiert ist, der ebenfalls spricht. Darüber noch eine Musik und noch das eine oder andere Demonstrationsgeräusch&#8230; &#8211; man verzeih mir die fehlerhafte Rekonstruktion der Szene. Erstens gibt es sehr, sehr viele ähnliche während des gesamten Films und zweitens war es schon immer schwieriger Sinnloses als Sinnvolles im Gedächnis zu behalten.<br />
Trotzdem ist der Film nicht nur schlecht. Es gibt Interessantes, Witziges, Berührendes, Schönes ..nah eben all das, was man sonst in einem Spiel- oder Dokumentarfilm zu sehen erhofft.<br />
Eine der ersten Aufnahmen zeigt eine Totale des neuen Schlosses. Von links kommen, in geringerer Entfernung, ein paar Leute ins Bild. Es werden immer mehr. Die falsche Idylle wird zu einer richtigen Demonstration &#8211; das ist doch nicht so schwer.<br />
Eine Szene hat eine Montagsdemo zum Inhalt: es regnet, man sieht von oben viele Schirme auf der anderen Straßenseite. Als der Autoverkehr auf der angrenzenden vierspurigen Straßefür einen Moment aufhört, treten die Schirmträger plötzlich massenhaft auf die Straße und ziehen nach rechts an der Kamera vorbei &#8211; diese Szene hat Witz, auch wenn ich nicht weiß warum.<br />
Nach der von Polizeigewalt dominierten Demonstration vom 30.09. nimmt Reischl ein junges Mädchen auf, das mit einem Polizisten auf der anderen Seite der Absperrung spricht. &#8220;Wenn dort Ihre Tochter gesessen hätte, hätten Sie sie auch geschlagen oder hätten Sie den Dienst quittiert?&#8221; &#8211; wieder ein ganz einfache und gute Szene.<br />
Zusammengenommen summieren sich aber die sehenswerten Momente im ca. 80 Minuten umfassenden &#8220;Oba bleiba&#8221; auf weniger als 10 Minuten.<br />
Das Kino ist bei der Premiere am 12.01.2011 ausverkauft. Das Stuttarter Publikum, wie auf einer Montagsdemo, folgt dem Film aufmerksam, geht mit und applaudiert am Ende. Es geht bei einem Film wie &#8220;Oba bleiba&#8221; eben nicht um Qualität&#8230;.?</p>
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		<title>Somewhere von Sofia Coppola</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 12:00:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was haben Sofia Coppola und Quentin Tarantino gemein? Rein menschlich, im Jahr 2003, eine kurze Beziehung, und filmisch: 2010 einen gemeinsamen Auftritt beim Filmfestival in Venedig: Quentin Tarantino als Jurypräsident und sie, Sofia Coppola, als Preisträgerin des goldenen Löwen.
Der 2010 ausgezeichnete Film mit dem Titel &#8220;Somewhere&#8221; läuft seit einigen Wochen im Atelier am Bollwerk und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben Sofia Coppola und Quentin Tarantino gemein? Rein menschlich, im Jahr 2003, eine kurze Beziehung, und filmisch: 2010 einen gemeinsamen Auftritt beim Filmfestival in Venedig: Quentin Tarantino als Jurypräsident und sie, Sofia Coppola, als Preisträgerin des goldenen Löwen.<br />
Der 2010 ausgezeichnete Film mit dem Titel &#8220;Somewhere&#8221; läuft seit einigen Wochen im Atelier am Bollwerk und möchte die Geschichte des Schauspielers Johnny Marco erzählen, dessen Leben von einem schwarzen Ferrari, dem Leben in einem Hotel in Hollywood, mehreren stets teilbekleideten Damen, wieder einem schwarzen Ferrari und noch einer teilbekleideten Dame bestimmt ist.<br />
Dabei plagt nicht nur den Schauspieler eine existentielle Langeweile, sondern auch den hier formulierenden Kritiker und dessen Begleiterin, weshalb es über den Film so gut wie nichts zu berichten gibt. Außer zwei Szenen.<br />
Bei der einen erhält Johnny Marco im Rahmen der Vorbereitungen für einen neuen Film von einer kleinen Gruppe Maskenbildnern einen Ganzkopfgipsabdruck. Als nur noch die Nasenlöcher zu sehen sind, alle anderen den Raum verlassen haben, hört man nur den Atem des Schauspielers, während die Kamera ganz langsam an den zugegipsten Kopf heranfährt. Stephen Dorff, der die Rolle des Jonny Marco spielt und vom Typ her irgendwo zwischen kiefer Sutherland und Robby Williams einzuordnen ist, überzeugt in dieser Szene kurioserweise grade durch seinen Gesichtsausdruck.<br />
Die zweite interessante Szene zeigt eine Situation auf dem Rücksitz eines Taxis. Während die Regissuerin Sofia Coppola sich in den letzten Filmen einen Aufnahmestil angeeignet hat, bei dem es normal ist, dass die Gesichter der Schauspieler häufig am oberen Rand abgeschnitten werden, so dass die Vermutung nicht ganz abwegig ist, dass Projektionsfläche und Filmprojektion nicht zusammenpassen, hat Coppola in der erwähnten Taxiszene keine Hemmungen, am unteren Bildrand das  Aufnahmemikrofon zu zeigen.<br />
In der Ankündigung des Films liest man, dass es die Tochter ist, die den berühmten Schauspieler wieder mit der &#8220;wirklichen Wirklichkeit&#8221; verbindet. Das heißt, dass der berühmte Johnny Marco sich endlich einmal dazu durchringt, eine jener &#8220;Damen&#8221; des Bettes zu verweisen, die ihn wieder mal barbusig und breitbeinig erwartet. Damit dies diskret erfolgt und außerhalb der Wahrnehmung seiner Tochter geschieht, sagt er zu ihr, komm, wir gehen einen Burger essen, und beide verlassen die Hotelsuite.<br />
Sofia Coppolas Film ist ähnlich zu bewerten wie ihre Rolle im dritten Teil von Der Pate. Hier erhält sie die  Hauptrolle der Tochter des Don Corleone, nachdem Winona Ryder wegen Krankheit verhindert ist. Die Kritiker waren sich in der Geringschätzung der schauspielerischen Qualitäten von Sofia so einig, dass für die Tochter von Francis Ford Coppola die Karriere als Schauspielerin beendet war.<br />
Sofia Coppolas Arbeit als Regiesseurin begann 1999  sehr vielversprechend mit &#8220;Virgin Suicides&#8221; und erreicht jetzt mit &#8220;Somewhere&#8221; einen Tiefpunkt besorgniserregender Belanglosigkeit. Der Kritiker vom Dienst der Stuttgarter Nachrichten verwendet Mitte November in seiner Kritik gerührt den Begriff der &#8220;scheinbaren Ereignislosigkeit&#8221;, der tatsächlich nichts anderes als ereignislose Scheinbarkeit bedeutet. Dass &#8220;Somewhere&#8221; in Venedig also einen goldenen Löwen erhalten hat, ist (siehe oben) menschlich, aber ungerecht. </p>
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		<title>Kaffeemädchen und Brokkoli</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 11:54:58 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>George Herbert Walker Bush, Vater des immernoch nicht angeklagten Kriegsverbrechers George Walter Bush, soll von Klein auf ein eher feindliches Verhältnis zu seiner Umwelt gehabt haben, vor allem wenn er es mit einem dem Blumenkohl verwandten Gemüse zu tun hatte. George Bush, als er in den Jahren 1989-1993 der 41. Präsident der USA war, soll irgendwann wieder vor einem Teller mit Brokkoli gesessen haben, worauf er in seiner charmant amerikanischen Art gesagt haben soll: verdammt noch mal, wozu bin ich Präsident der Vereinigten Staaten, wenn ich dieses Zeug immer noch essen soll. Seine Beziehung zu dem besagten Kreuzblütengewächs, machte Vater Bush auch noch einmal auf einer Pressekonferenz am 22.März 1990 deutlich, als er sagte: &#8220;I do not like broccoli. And I haven&#8217;t liked it since I was a little kid and my mother made me eat it. And I&#8217;m President of the United States and I&#8217;m not going to eat any more broccoli&#8221; (zitiert nach Wikipedia). Aus dem schwedischen Königshaus dringt nun ein Duft in die Welt, der dem nach gegartem Kreuzblütengewächs ähnelt und das Ergebnis gewisser &#8220;Praktiken&#8221; von König Carl Gustaf ist, der für die eine oder andere Dame nur das in die Praxis umsetzten wollte, was ganz Schweden ständig forderte: einen Monarchen zum Anfassen. Über das Wohin, Wann, Von Wem und Wie Oft wollte Carl Gustaf in seiner liberalen Art aber selbst entscheiden. Und das nimmt man ihm jetzt krumm. In schwedens Königshaus &#8220;menschelt&#8221; es zu sehr, wenn man dem &#8220;Adelsexperten&#8221; Rolf Seelmann-Eggebert glaubt, der der Überzeugung ist, dass die Monarchen erst durch Skandale menschlich werden. In der Menschwerdung geht dem Monarchen, so zumindest eine Folgerung aus der Äußerung von Seelmann-Eggebert, also nicht der Affe, sondern das Schwein voraus. Eine Ansicht, die ich persönlich nicht teile. Ebenso wenig, wie ich den Ärger über Carl Gustav verstehe. Ja, meingott, warum wird denn einer König oder Präsident, wenn er weiterhin Brokkoli essen muss oder sich nicht an &#8220;spärlich bekleideten Kaffemädchen zum Dessert&#8221; erfreuen darf?<br />
Es ist doch nur verständlich, dass die &#8220;meisten&#8221; heute weder Präsident, König noch Kanzlerin werden wollen. Und für die &#8220;wenigen&#8221; empfehle ich, angesichts der Undurchschaubarkeit ihrer Motive, Helmpflicht &#8211; allerdings nicht für sie, sondern für uns, die wir sie ertragen werden müssen.</p>
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		<title>Gauthier Dance: Out of the Box II: &#8220;Fischstäbchen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 11:42:27 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einen Werbespot von, ich glaube Greenpeace, bei dem ein Fischstäbchen gezeigt wird und eine Stimme im Off sagt, wenn das für Sie Fisch ist, dann braucht Sie der Zustand der Meere nicht zu kümmern. So ähnlich verhält es sich mit der neuesten Produktion von Eric Gauthier und seiner Dance Company. Gauthier ist zweifellos ein guter Tänzer, neben Armando Braswell wohl einer der besten, die er bei seinen Abenden einsetzen kann. Dazu ist Gauthier auch noch sehr sympathisch und charmant, was es nicht grade leicht macht, eine etwas eisigere Kritik über sein Projekt zu schreiben. Aber es gibt ja auch Fischstäbchen, deren Panade ganz lecker ist. Aber so wie das eine kein richtiger Fisch ist, ist das anderee kein richtiger Modern Dance. Der Kanadier hat, jedes Risiko meidend, heute Abend lieber Geschichtchen erzählt und Witzchen gemacht, statt sich um Ausdruck, Poesie und Zauber zu bemühen. Außerdem war das technische Niveau der acht gezeigten Choreographien eher dürftig.  So hatten z.B. die Paare durchgehend sehr große Schwierigkeiten sich exakt zu greifen. Nichts kommt richtig in den Fluss. In vielerlei Hinsicht fehlt vielem die Spannung. Die kleinen Pausen nach jedem Stück geben dem Abend den Rest. Man fragt sich, warum 8 Choreographien, wenn es auch zwei getan hätten? Und was soll mittendrin dieser 3-D-Film des für Experimente zuständigen SWR-Filmers vom Tiger-Enten-Club?<br />
Alleine gegen Ende des Abends wird es mit dem Stück &#8220;Dear John,&#8221; etwas dichter. Zu sehen sind, tanzend, Erik Gauthier und Egon Madsen und, Klavier spielend, Francis Rainey. Die beiden zuletzt genannten kannten den mit diesem Stück geehrten John Cranko persönlich und haben mit ihm zusammengearbeitet; von Francis Rainey, der für &#8220;Dear John,&#8221; die Musik komponiert hat, weiß ich, dass er darüber hinaus ganz in der Nähe des Stuttgarter Tanzdirektors saß, als dieser 1973 auf einem Flug zwischen den USA und Dublin starb. Aber auch &#8220;Dear John,&#8221; bleibt im Erzählerischen stecken und entfaltet den in der Musik schlummernden Ausdruck nicht.<br />
Das Publikum reagiert während der Premiere (18.12.2010 im Theaterhaus Stuttgart) von &#8220;Out of the Box II&#8221; sehr freundlich: es gibt recht viel Applaus und sogar vereinzelte &#8220;Bravos&#8221;. Außerdem sind alle Vorstellungen bis Ende Januar 2011 schon seit einigen Tagen ausverkauft. Diese Kritik mag also ungehört verhallen! </p>
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		<title>Viertes Stuttgarter Saxophonfestival</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 13:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>burkhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die vorausgehenden Ausgaben des Stuttgarter Saxophonfestivals fanden in den Jahren 2001, 2003 und 2005 statt. Der Ort des zweitägigen Festivals war, wie üblich, das Merlin, das in angenehmer und übersichtlicher Atmosphäre Platz für gut 100 Personen bietet. Stilistisch läßt sich das Saxophonfestival am ehesten in den Bereich der neuen Musik einordnen.
Dass neue Musik alles andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die vorausgehenden Ausgaben des <a href="http://www.saxophonfestival.de" target="_blank">Stuttgarter Saxophonfestival</a>s fanden in den Jahren 2001, 2003 und 2005 statt. Der Ort des zweitägigen Festivals war, wie üblich, das <a href="http://www.merlin-kultur.de/" target="_blank">Merlin</a>, das in angenehmer und übersichtlicher Atmosphäre Platz für gut 100 Personen bietet. Stilistisch läßt sich das Saxophonfestival am ehesten in den Bereich der neuen Musik einordnen.</p>
<p>Dass neue Musik alles andere als elitär und langweilig sein kann, konnte man bereits bei der letzten Ausgabe des Jahres 2005 feststellen. Auch wenn ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnere, so ist mir doch lebhaft in der Erinnerung geblieben, dass alle Konzerte des zweiten Abend vom Publikum so enthusiastisch aufgenommen wurden, dass Schlotte/Marwedel/Kohlhepp/Krennerich, <a href="http://www.ensemble-strom.net/terminal_f.html" target="_blank">Terminal F &#8211; Strom unplugged</a> sowie <a href="http://www.friedstyle.com/contact_d2.shtml" target="_blank">Dähn</a>/<a href="http://www.mh-stuttgart.de/studium/vita/kniel/" target="_blank">Kniel</a>/<a href="http://www.google.com/search?client=safari&amp;rls=de-de&amp;q=%22Ekkehard+R%C3%B6ssle%22&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8" target="_blank">Rössle</a> Zugaben geben mussten, um überhaupt von der Bühne gelassen zu werden. Beeindruckend.</p>
<p>Für die diesjährige Ausgabe des Saxophonfestivals war meine aus der Erinnerung sich nährende Erwartung hoch; ein Enttäuschung wäre in diesem Sinne nur normal gewesen. Das Verhältnis von Traum (hier: Erinnerung) und Wirklichkeit war schon immer etwas heikel, würde die Wirklichkeit sagen.</p>
<p>Was die beiden Musiker des <a href="http://hoerlabor.org/deutsch/about.htm" target="_blank">Hörlabors</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikola_Lutz" target="_blank">Nikola Lutz</a> (Saxophone) und Armin Sommer (Percussion), zu ihrer Darbietung zu sagen hätten, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass mir das von beiden Gezeigte viel zu &#8220;<a href="http://synonyme.woxikon.de/synonyme/p%C3%A4pstlich.php" target="_blank">päpstlich</a>&#8221; daher kam und sich vor allem durch die Abwesenheit von Leidenschaft charakterisieren läßt (<a href="http://hoerlabor.org/mp3/points.mp3" target="_blank">MP3-File</a>). Nikola Lutz, neben <a href="http://www.google.com/search?hl=de&amp;client=safari&amp;rls=de-de&amp;q=%22Andreas+Krennerich%22&amp;btnG=Suche&amp;lr=" target="_blank">Andreas Krennerich</a> für die Organisation des Festivals verantwortlich, ist eine brilliante Instrumentalistin, zur brillianten Musikerin fehlte ihr zumindest am Freitagabend vieles. Schon die quadratmetergroßen Partituren, hinter denen man die Saxophonistin nur mit großer Mühe sehen konnte, zeigten etwas von dem fehlenden Interesse, das Nikola Lutz für ihr Publikum zu empfinden scheint.</p>
<p><a onclick="window.open('http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/hoerlabor.jpg','popup','width=286,height=308,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false" href="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/hoerlabor.jpg"><img src="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/hoerlabor-tm.jpg" border="1" alt=" Hoerlabor" hspace="4" vspace="4" width="92" height="100" /></a><br />
Hörlabor<br />
Das erste Stück, &#8220;for the eternal dawn&#8221;, von Makiko Niskikaze, vereinnahmte mindestens vier neben einander stehende Notenständer. Von den hier ausgebreiteten Noten löste sich der Blick von Nikola Lutz zu keinem Zeitpunkt, auch wenn niemand im Publikum das &#8220;falsche&#8221; Spiel hätte identifizieren können. Auch das zweite Stück, Kaukaa hymyilee meri (The Sea Smiles from Distance), zu dessen Uraufführung der Komponist <a href="http://www.saxophonfestival.de/index402.htm" target="_blank">Markku Nikula</a> extra aus Finnland angereist war, blieb fad, obwohl es beiden Musikern technisch sicherlich vieles abverlangte.</p>
<p>Mich persönlich sprachen Armin Sommer und Nikola Lutz alleine mit &#8220;Sequenza VIIb&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luciano_Berio" target="_blank">Luciano Berio</a>. und Viscera von <a href="http://www.saxophonfestival.de/index401.htm" target="_blank">Eric Schwartz</a> an, obwohl letzteres am Ende des etwa 60-minüten Vortrags mit stark <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Repetitives_Arrangement" target="_blank">repetitiven Elemente</a> fast schon zu eingängig war und damit sogar etwas anbiedernd wirkte.</p>
<p>Nach einer kleinen Umbaupause kam anschließend das Basler <a href="http://www.new-art-sax.com/start.htm" target="_blank">New Art Saxophone Quartett</a> ganz und gar unpäpstlich daher. Klaus Pfister (Kompositionen, Sopransaxophon), René Straub (Altsaxophon), Daniel Chmelik (Tenorsaxophon) und Eric Strehler (Baritonsaxophon), die sich bezüglich Garderobe etwas mehr vom Ratschlag ihrer Mütter befreien sollten, gaben Stücke zum besten, die im Sinne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmmusik" target="_blank">programmatischer Musik</a> alle ihren Ausgangspunkt an dem schweizer Ort <a href="http://maps.google.com/maps?client=safari&amp;rls=de-de&amp;q=Guarda&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8&amp;um=1&amp;sa=N&amp;tab=wl" target="_blank">Guarda</a> hatten.</p>
<p><a onclick="window.open('http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/newart.jpg','popup','width=600,height=391,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false" href="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/newart.jpg"><img src="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/newart-tm.jpg" border="1" alt=" Newart" hspace="4" vspace="4" width="153" height="100" /></a><br />
New Art Saxophone Quartet<br />
Hier hatte sich Klaus Pfister, der Komponist aller 14 Hörstücke, einige Wochen aufgehalten und sich inspirieren lassen. Entsprechend dem im schweizer Kanton Graubünden gesprochenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4toromanisch" target="_blank">Räteromanischen</a> hatten schon die Titel einen besonderen Klang: L&#8217;aual da Tuoi, L&#8217;istoriga dals nonins, Utschels, Il chant dals craps, In baselgia, Macun, Il peschin, Il chant dal vent, Uorsin, Urezzas illa naiv, Flurina, A mezzanot und Lai blau.<br />
Die Musik des New Art Saxophone Quartett groovte, pulsierte und sprühte über vor Leidenschaft.</p>
<p>Für die beiden Organisatoren des vierten Stuttgarter Saxophonfestivals, Nikola Lutz und Andreas Krennerich, sollte das Festival <a href="http://www.saxophonfestival.de/index23.htm" target="_blank">ganz im Zeichen der Begegnung des Saxophons mit Percussionsinstrumenten aller Art stehen</a>. Das dabei das Saxophon selbst auch Percussionsinstrument sein kann, haben Klaus Pfister, René Straub, Daniel Chmelik und Erich Strehler überzeugend zeigen können.</p>
<p>Der erste Festivalabend war gerettet und machte sogar neugierig auf den zweiten Festivalabend, der zwar ähnlich päpstlich begann, dann aber so ausuferte, dass es mir leicht viel, alle Erinnerung an frühere Festivals zu vergessen und mich einer Musik hinzugeben, von der ich mir fast vergessen hatte, dass es sie noch gibt.<br />
<a onclick="window.open('http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/gerd.jpg','popup','width=228,height=340,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false" href="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/gerd.jpg"><img src="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/gerd-tm.jpg" border="1" alt=" Gerd" hspace="4" vspace="4" width="67" height="100" /></a><br />
Gerd Vierkötter<br />
Das 4. Stuttgarter Saxophonfestival begann mit dem Duo Andreas Krennerich (Saxophone) und <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&amp;friendid=360722384" target="_blank">Gerd Vierkötter</a> (Drumset), die beide zweifelsohne gute Musiker sind, denen es bei Ihren Stücken zu Gedichten des spanischen Dichters José Oliver ein wenig an &#8220;Zusammenspiel&#8221; fehlte. Ich hatte das Gefühl, dass die Stücke immer dann schon zu Ende waren, wenn sich grade so etwas wie Zusammenspiel einstellen wollte. Schade.<br />
<a onclick="window.open('http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/kittel-batterie-03-1.jpg','popup','width=339,height=269,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false" href="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/kittel-batterie-03-1.jpg"><img src="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2008/10/kittel-batterie-03-1-tm.jpg" border="1" alt="Kittel Batterie 03-1" hspace="4" vspace="4" width="126" height="100" /></a><br />
Alex Kittel<br />
Ganz anders ging es danach weiter. Die beiden aus Frankreich stammenden Musiker <a href="http://bertrand.gauguet.free.fr/" target="_blank">Bertrand Gauguet</a> (Altsaxophon) und <a href="http://alexandrekittel.free.fr/" target="_blank">Alex Kittel</a> (Percussion) zeigten, dass anspruchsvolle, avangardistische Musik ein bestimmtes Niveau erst erreicht, wenn Können, Musikalität, Leidenschaft und Zusammenspiel funktionieren. Über das etwas 50 Minuten dauernde Stück, das beide erst am Vorabend eingeübt hatten &#8211; so jedenfalls Alex Kittel in einem persönlichen Gespräch &#8211; könnte man sicherlich Seiten, wenn nicht Bücher schreiben. An dieser Stelle sei lediglich erwähnt, dass Bertrand Gauguet am Altsaxophon keinen einzigen &#8220;normalen&#8221; Ton und Alex Kittel am Schlagzeug keinen einzigen &#8220;normalen&#8221; Rhythmus spielte und beide Im Zusammenspiel eine solche Virtuosität zeigten, wie ich sie bisher nur sehr selten erlebt habe. Beide für sich genommen tief beeindruckende Spielweisen existierten zu keinem Zeitpunkt unzusammenhängend nebeneinander, sondern standen in einer ständigen gegenseitigen, meisterhaften Durchwirkung. Auf diese Weise ließen Gauguet und Kittel alles, was das Festival bis zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte, meilenweit hinter sich.</p>
<p>Wenn kleine, anspruchsvolle Musikfestivals &#8211; wie das Stuttgarter Saxophonfestival &#8211; überhaupt Sinn machen, dann nur mit Musikern wie Bertrand Gauguet und Alex Kittel. In diesem Zusammenhang muss ein ganz großes Lob an die beiden Organsatoren Nikola Lutz und Andreas Krennerich gehen, die trotz ihrer eigenen eher schwächeren Darbietungen sich nicht gescheut haben, Musiker einzuladen, von den sie selbst in den Schatten gestellt wurden.</p>
<p>Hut ab!</p>
<p>Und mit Gauguet und Kittel war der Höhepunkt des 4. Stuttgarter Saxopohnfestival noch nicht einmal erreicht. Denn nach den beiden Franzosen ging es mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6msch_Le_Mans" target="_blank">Bernd (Lömsch) Lehmann</a> und <a href="http://www.ditzner.de/" target="_blank">Erwin Ditzner</a> erst richtig rund. Schon für den Haarschnitt hätte Lömsch Lehmann vollkommen zu Recht Eintritt verlangen können; Erwin Ditzner wirkte mit Vollbart und Kompottkappe muezinhaft schräg, und cool (<a href="http://www.schindelbeck.org/Ditzner-Lehmann/index.htm" target="_blank">Fotostrecke</a>). Und als dann die ersten Töne erklangen, da wußte ich, was wirkliche Musik sein kann. (Der Ehrlichkeit halber muss ich jetzt gestehen, dass mir besonders im Fall von Lehmann und Ditzner die Worte fehlen, um das zu beschreiben, was ich gehört und gesehen habe. Das war Musik, die dem Oberbegriff &#8220;Freejazz&#8221; eine neue Bedeutung gibt. Es war beeindruckend, mitreißend, orgiastisch, extatisch, ausufernd wahnsinnig. Ich bin ehrlich dankbar, dass ich so etwas erleben durfte. Einfach große Klasse! Super!!!!)</p>
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		<title>Pipo Pollina: Cantadore</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Pipo Pollina]]></category>

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		<description><![CDATA[Was braucht der Mensch an kalten Winterabenden. Möglichst Naheliegendes, würde ich sagen, und, so sagt es im Konzert Pipo Pollina: Einen Ort, der einen laufen lehrt, also eine Utopie.
Pipo Pollina, der Cantadore aus Sizilien, ein großer Liedermacher aus Sizilien.
Pipo Pollina bereist mit seinen poetischen und politischen Liedern Europa seit bald 30 Jahren. In seinem Solo-Programm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was braucht der Mensch an kalten Winterabenden. Möglichst Naheliegendes, würde ich sagen, und, so sagt es im Konzert Pipo Pollina: Einen Ort, der einen laufen lehrt, also eine Utopie.<br />
Pipo Pollina, der Cantadore aus Sizilien, ein großer Liedermacher aus Sizilien.<br />
Pipo Pollina bereist mit seinen poetischen und politischen Liedern Europa seit bald 30 Jahren. In seinem Solo-Programm „Caminando“ (Bewegung, Aufbruch) erzählt er die Geschichten von Menschen, von Ereignissen, von Katastrophen des Lebens und der Liebe. 2 Konzerte in Nürtingen waren binnen weniger Tage ausverkauft, das Publikum begeistert. Pipo Pollina versteht es, mit seiner Stimme, dem Klavier und der Gitarre die Menschen im Herzen und im Verstand anzusprechen. Er erzählt die Geschichte, die jedem Lied zugrunde liegt, keines wird einfach dahergesungen. Jedes Lied eröffnet ein Gespräch mit den Zuhörern und führt in eine neue gegend menschlichen Lebens.<br />
Dazwischen eine sehnsuchtsvolle sizilianische Tarantella, mit dem Tamburin virtuos begleitet, schon steht das Publikum vor Begeisterung. Da steht eine Seele auf der Bühne, ein Mensch, gut im Kontakt mit sich selber und den Menschen um sich herum. Die eingängigen, manchmal rockigen, manchmal elegischen Melodien unterstützen den Text und vor allem den weichen Ausdruck seiner kräftigen Stimme. Jede Geschichte ist so, daß sie einem bekannt vorkommt oder Staunen macht und oft tief berührt. Seine poetische Sprachkunst ist selbst in der deutschen Übersetzung noch spürbar, lesen Sie selbst</p>
<p>Quando Caro in deutscher Übersetzung<br />
Wenn ich</p>
<p>Wenn ich einmal Staub in der östlichen Brise bin<br />
Ein trockener Ast in der Morgenröte<br />
Wenn ich einfach eine Atempause Deiner Rede<br />
Ein orangefarbener Fetzen im Konfettiwirbel<br />
Wenn ich einmal ehrlicher Schatten zwischen lichtern bin<br />
Ein kaum wahrnehmbares Lächeln im Zögern<br />
Und Liebhaber Deiner Nächte<br />
Quelle Deinen Durst zu stillen.</p>
<p>Wenn ich einmal ein Tropfen<br />
Im Novemberregen sein werde<br />
Lebenssaft in Deinem Mutterbauch<br />
Licht in Deinen Milchstraßen<br />
Und ein bloßer Atemzug Deiner unbändigen Freude.</p>
<p>Wenn ich all das sein werde,<br />
Liebste, werde ich auf Dich warten<br />
Und sollten die Jahreszeiten des Lebens<br />
Im Chor an uns vorbeiziehen<br />
Sämtliche Winde eines verliebten Sturmes Wehen<br />
So werde ich stolz alt werden,<br />
Stolz, Dich geliebt zu haben.</p>
<p>Pipo Pollina</p>
<p>Pipo Pollina lebt seit vielen Jahren in Zürich und wurde dort jüngst zum Ehrenbürger ernannt. Im Zuge dessen hat die Stadt Zürich ihm für eine Tournee das Züricher Orchester zur Verfügung gestellt. Mit vier Streicherinnen dieses Orchsters kommt Pipo Pollina nun nach deutschland. Die Premiere seines Programms wird in Stuttgart im Theaterhaus am 15. Januar stattfinden.<br />
Eine unbedingte Empfehlung sei hiermit ausgesprochen. (Kai Hansen)</p>
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		<title>Endlich: Theo Jansen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 14:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- Smart Youtube --><span class="youtube"><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/37BsADFmHGU&amp;rel=1&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed wmode="transparent" src="http://www.youtube.com/v/37BsADFmHGU&amp;rel=1&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="355" ></embed><param name="wmode" value="transparent" /></object></span></p>
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		<title>C&#8217;est la vie &#8211; So sind wir. So ist das Leben</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 06:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[C'est la vie]]></category>
		<category><![CDATA[Remi Bezançon]]></category>

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		<description><![CDATA[ Irgendwann in &#8220;C&#8217;est la vie &#8211; So sind wir. So ist das Leben&#8221; schenkt Fleur (Déborah François) ihrem Vater ein aufblasbares Sitzpolster gegen die Rückenschmerzen. Der Vater ist seit 30 Jahren Taxifahrer. Die Rückenschmerzen sind aber kein Sitzproblem, sondern ein bereits weit fortgeschrittener Krebs, an dem der Vater stirbt. In einer ganz kurzen Szene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kulturprotokoll.de/wp-content/uploads/2009/05/cest-la-vie-a4-d-1-215.jpg" width="108" height="152" alt="CEST_LA_VIE_A4-D-1_215.jpg" /> Irgendwann in &#8220;C&#8217;est la vie &#8211; So sind wir. So ist das Leben&#8221; schenkt Fleur (Déborah François) ihrem Vater ein aufblasbares Sitzpolster gegen die Rückenschmerzen. Der Vater ist seit 30 Jahren Taxifahrer. Die Rückenschmerzen sind aber kein Sitzproblem, sondern ein bereits weit fortgeschrittener Krebs, an dem der Vater stirbt. In einer ganz kurzen Szene setzt sich die trauernde Marie-Jeanne (Zabou Breitman) in das Taxi ihres Mannes Robert (Jacques Gamblin) , hält das Sitzpolster nah an ihr Gesicht und öffnet das Ventil, damit die Luft herausströmen kann. Wer diese Szene so verstehen will, wie der Regisseur Rémi Bezançon sie meint, sollte sich vom Auslassventil aufblasbarer Luftmatratzen, Nackenstützen und Sitzpolster fern halten. Der 2007 entstandene Film wird vom Verlag zwar als eine &#8220;berührend-unterhaltsame Familiengeschichte, authentisch und voller Überraschungen&#8221; angekündigt, verschluckt sich aber immer wieder bei der Umsetzung dieser vollmundigen Versprechung. Der Film läuft im Moment im Stuttgarter Delphi</p>
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