kulturprotokoll

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Viertes Stuttgarter Saxophonfestival

Die vorausgehenden Ausgaben des Stuttgarter Saxophonfestivals fanden in den Jahren 2001, 2003 und 2005 statt. Der Ort des zweitägigen Festivals war, wie üblich, das Merlin, das in angenehmer und übersichtlicher Atmosphäre Platz für gut 100 Personen bietet. Stilistisch läßt sich das Saxophonfestival am ehesten in den Bereich der neuen Musik einordnen. Dass neue Musik alles andere als elitär und langweilig sein kann, konnte man bereits bei der letzten Ausgabe des Jahres 2005 feststellen… Read More

C’est la vie – So sind wir. So ist das Leben

Irgendwann in “C’est la vie – So sind wir. So ist das Leben” schenkt Fleur (Déborah François) ihrem Vater ein aufblasbares Sitzpolster gegen die Rückenschmerzen. Der Vater ist seit 30 Jahren Taxifahrer. Die Rückenschmerzen sind aber kein Sitzproblem, sondern ein bereits weit fortgeschrittener Krebs, an dem der Vater stirbt. In einer ganz kurzen Szene setzt sich die trauernde Marie-Jeanne (Zabou Breitman) in das Taxi ihres Mannes Robert (Jacques Gamblin) , hält das Sitzpolster.. Read More

Offener Brief des Clubs Iranischer und Europäischer Filmemacher (CIEF)

An die Filmfestspiele Berlin GmbH und den Intendanten Dieter Kosslick Sehr geehrter Herr Kosslick, mit Bestürzung haben wir die Informationen über iranische Filme im Programm der 59. Internationalen Filmfestspiele in Berlin zur Kenntnis genommen. Wir sind entsetzt darüber, Herr Kosslick, dass Sie im Namen des „kulturellen Dialogs“ einen Propagandafilm über den iranischen Präsidenten und Holocaustleugner Ahmadinedjad zeigen. Der iranisch-kanadische Coproduktionsfilm mit dem Titel „Letters to the President“ versucht, dem Publikum einen verächtlichen Präsidenten.. Read More

Warum? Warum? in der Regie von Peter Brook mit Miriam Goldschmidt

Jedes Wort wäre ein Wort zuviel. Zeit genug hätte ich gehabt, mir die Gründe dafür auszudenken, warum mir dieses Stück von Peter Brook und das Spiel von Miriam Goldschmidt nicht gefallen haben. Die Zeit während der Aufführung in der Stuttgarter Tri-Bühne hätte ich besser nutzen können. Statt mich zu langweilen, hätte ich mir Formeln meines Missfallens ausdenken können. Die Ruhe hätte ich während des Stücks gehabt, Ablenkung gingen von der sehr reizarmen sehr.. Read More

Der Untergang II: Nicolas Stemann

In der Novemberausgabe der Zeitschrift “Theater heute” steht ein schöner Text von Nicolas Stemann. Stemann wird als Regisseur der Hamburger Inszenierung von “Ulrike Maria Stuart” vorgestellt. Er ist ein Kenner der Umstände, in denen Deutschland und die Welt die Kinofilme “Der Untergang (I)” und “Der Baader-Meinhoff-Komplex” (im Folgenden Der Untergang II) gesehen hat und ist mit dem Inhalt beider Filme bestens vertraut. So schreibt er, dass ‘man als jugendliches Zielgruppenpublikum [im Film Der.. Read More

Sebastian S. macht sich ein Bild [Sebastian Schwab, Seraina Mario Sievi]

Wahrgenommen habe ich Sebastian S. – “S” steht für Schwab – , zum ersten Mal in “Humankapital“, einem Ein-Personen-Stück, das Stefan Nolte nach dem Roman “Der Wert des Menschen” von Francois Emmanuel im Stuttgarter Depot (-Theater) inszeniert hat. Hier spielt Schwab einen als Organisationspsychologen tätigen Unternehmensberater, der in die Mühle des sogenannten höheren Managements gerät. Der Organisationspychologe Simon (Sebastian Schwab) erzählt seine Geschichte und stellt alle Personen dar, die in seiner Geschichte vorkommen:.. Read More

Michael Nesmann Quartett

Das Michael-Nesmann-Quartett besteht aus interessanten Musikern, deren schwächster Musiker leider der Bandleader selbst ist. Ganz ausschließen will ich nicht, dass der Abend im Bix für den Gitarristen Nesman eine leidige Ausnahme war. Seine Improvisationen waren einfach schlecht und erstarrten viel zu schnell zu Riffs die, Hals auf, Hals ab, um ein paar Tone versetzt, zu häufig über den ganzen Tonbereich des Seiteninstruments geklopft wurden. Das ist lausig, zumal die Kompositionen von Michael Nesmann.. Read More