Was braucht der Mensch an kalten Winterabenden. Möglichst Naheliegendes, würde ich sagen, und, so sagt es im Konzert Pipo Pollina: Einen Ort, der einen laufen lehrt, also eine Utopie.
Pipo Pollina, der Cantadore aus Sizilien, ein großer Liedermacher aus Sizilien.
Pipo Pollina bereist mit seinen poetischen und politischen Liedern Europa seit bald 30 Jahren. In seinem Solo-Programm „Caminando“ (Bewegung, Aufbruch) erzählt er die Geschichten von Menschen, von Ereignissen, von Katastrophen des Lebens und der Liebe. 2 Konzerte in Nürtingen waren binnen weniger Tage ausverkauft, das Publikum begeistert. Pipo Pollina versteht es, mit seiner Stimme, dem Klavier und der Gitarre die Menschen im Herzen und im Verstand anzusprechen. Er erzählt die Geschichte, die jedem Lied zugrunde liegt, keines wird einfach dahergesungen. Jedes Lied eröffnet ein Gespräch mit den Zuhörern und führt in eine neue gegend menschlichen Lebens.
Dazwischen eine sehnsuchtsvolle sizilianische Tarantella, mit dem Tamburin virtuos begleitet, schon steht das Publikum vor Begeisterung. Da steht eine Seele auf der Bühne, ein Mensch, gut im Kontakt mit sich selber und den Menschen um sich herum. Die eingängigen, manchmal rockigen, manchmal elegischen Melodien unterstützen den Text und vor allem den weichen Ausdruck seiner kräftigen Stimme. Jede Geschichte ist so, daß sie einem bekannt vorkommt oder Staunen macht und oft tief berührt. Seine poetische Sprachkunst ist selbst in der deutschen Übersetzung noch spürbar, lesen Sie selbst
Quando Caro in deutscher Übersetzung
Wenn ich
Wenn ich einmal Staub in der östlichen Brise bin
Ein trockener Ast in der Morgenröte
Wenn ich einfach eine Atempause Deiner Rede
Ein orangefarbener Fetzen im Konfettiwirbel
Wenn ich einmal ehrlicher Schatten zwischen lichtern bin
Ein kaum wahrnehmbares Lächeln im Zögern
Und Liebhaber Deiner Nächte
Quelle Deinen Durst zu stillen.
Wenn ich einmal ein Tropfen
Im Novemberregen sein werde
Lebenssaft in Deinem Mutterbauch
Licht in Deinen Milchstraßen
Und ein bloßer Atemzug Deiner unbändigen Freude.
Wenn ich all das sein werde,
Liebste, werde ich auf Dich warten
Und sollten die Jahreszeiten des Lebens
Im Chor an uns vorbeiziehen
Sämtliche Winde eines verliebten Sturmes Wehen
So werde ich stolz alt werden,
Stolz, Dich geliebt zu haben.
Pipo Pollina
Pipo Pollina lebt seit vielen Jahren in Zürich und wurde dort jüngst zum Ehrenbürger ernannt. Im Zuge dessen hat die Stadt Zürich ihm für eine Tournee das Züricher Orchester zur Verfügung gestellt. Mit vier Streicherinnen dieses Orchsters kommt Pipo Pollina nun nach deutschland. Die Premiere seines Programms wird in Stuttgart im Theaterhaus am 15. Januar stattfinden.
Eine unbedingte Empfehlung sei hiermit ausgesprochen. (Kai Hansen)
Irgendwann in “C’est la vie – So sind wir. So ist das Leben” schenkt Fleur (Déborah François) ihrem Vater ein aufblasbares Sitzpolster gegen die Rückenschmerzen. Der Vater ist seit 30 Jahren Taxifahrer. Die Rückenschmerzen sind aber kein Sitzproblem, sondern ein bereits weit fortgeschrittener Krebs, an dem der Vater stirbt. In einer ganz kurzen Szene setzt sich die trauernde Marie-Jeanne (Zabou Breitman) in das Taxi ihres Mannes Robert (Jacques Gamblin) , hält das Sitzpolster nah an ihr Gesicht und öffnet das Ventil, damit die Luft herausströmen kann. Wer diese Szene so verstehen will, wie der Regisseur Rémi Bezançon sie meint, sollte sich vom Auslassventil aufblasbarer Luftmatratzen, Nackenstützen und Sitzpolster fern halten. Der 2007 entstandene Film wird vom Verlag zwar als eine “berührend-unterhaltsame Familiengeschichte, authentisch und voller Überraschungen” angekündigt, verschluckt sich aber immer wieder bei der Umsetzung dieser vollmundigen Versprechung. Der Film läuft im Moment im Stuttgarter Delphi





